Budapest

Erna gelangweilt gegen 22 Uhr: Vera, come on, the revolution might start soon.

Aber: oh, geile Stadt! Der Weg von Krakow war ein wenig langsamer als gedacht. Zwei Stunden lang Polen mit Rosenkranz an mir vorbeifahren sehen, bis ein netter Trucker anhielt. Dann bis zur Grenze, dann mit einem Ex-Nationalspieler der slowakischen Fußballmanschaft weiter bis nach Dolný Kubín – er verzweifelte erst daran, dass ich auch wirklich gar nix über Fußball wusste (und ihn und Miltan, Mirtan oder wie der auch immer hieß nicht erkannte). Dann zeigte er mir Schlösser und die Gegend. In D.K. dann im Busfahrerhäuschen, bis mich ein Trucker wieder ein paar Kilometer mitnahm und dann stand ich in der Nacht im Regen und wollte schon im McD schlafen, als Kajo mich mitnahm, wild telefonierte und sich als Humanitärer Helfer vorstellte – und mich bei ihm uns seiner Familie übernachten lies (inklusive Familienstreit, den ich im Schlaf miterleben durfte). Am nächsten Morgen dann schnurstracks nach Budapest und alles war gut!

Morgens um drei dann mit Erna und Vera dreißig Demonstranten an uns vorbeirennen sehen und dann dreißig Polizisten, die eifrig – wahrscheinlich mit Fake-Munition – in die Luft ballerten. Ich machte ein Gruppenfoto von den Polizisten, einer sah mich an, ich winkte ihm zu und er überlegte, mich zu erschießen. Hihi.

Samstag dann nach Sarajevo – oh, bin ich gespannt!